© 2017 by Ruzhi Liu

Massagetechniken

Schröpfen

Das Schröpfen stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin und hat lange Eingang in die naturheilkundliche, europäische Medizin gefunden.

Beim Schröpfen wird durch geeignete Glasgefäße, die sogenannten Schröpfglocken, ein Unterdruck in der Glocke erzeugt, welcher zu einem hochziehen des darunterliegenden Gewebes (meist Muskulatur, Bänder, Sehnengewebe) führt und damit eine vermehrte Durchblutung und eine Lockerung der Strukturen erzeugt.

Das Schröpfen wird von Heilpraktikern angewendet bei Schmerzen im Muskel- und Bewegungsapparat, Arthrosen sowie als Reflexzonentherapie bei inneren Erkrankungen.

Wärmegefühl, Rötung der Haut und eine angenehme entkrampfende Wirkung können die Wirkungen der Behandlung sein. Heutzutage gibt es zusätzlich elektrische Saugapparate durch die der Unterdruck genauestens dosiert werden kann und mit denen auch die Durchführung einer Saugmassage möglich ist.

Gua Sha

In der Gua Sha Massage wird die eingeölte oder feuchte Haut mit speziellen Schabern, Münzen, Porzellanlöffeln oder auch mit einem einfachen Marmeladen-glasdeckel geschabt. Dadurch rötet sich in den meisten Fällen die Haut, manchmal entstehen blaue Flecken. Das ist durchaus ein gewünschter Effekt: Das Schaben mit leichtem Druck öffnet die oberflächlichen Blutgefäße und regt die Durchblutung an.

Dies führt zu einer Aktivierung des Stoffwechsels und des Immunsystems: Muskel-verspannungen lösen sich und die Ausscheidung von Gift- und Schlackenstoffen wird angeregt. So unterstützt die Gua Sha Massage aus der TCM gerade im feucht-kalten Herbst die Abwehr von Infektionen und hilft bei Erkältungskrankheiten, nicht-entzündlichen Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie Durchblutungsstörungen.

Tuina

Unter dem Begriff Tuina werden Schiebe- und Reibe- sowie ziehende Techniken verstanden, die sowohl Akupressur als auch Variationen der Druckbehandlungen der „Energiepunkte“ (mit den Fingern, der Faust, dem Ellenbogen und dem Knie), manuelle „Energiebandregulationen“ wie Rollen, Schieben, Reiben, Fibulation, Klopfen, „greifendes Kneifen“ sowie Mobilisations- und Dehntechniken der Gelenke und Muskeln beinhalten. Dieses System schließt impulserzeugende, manipulative Behandlungen und selbständige Übungsformen, wie z. B. isometrische Übungen, ein. Insgesamt gibt es dafür 18 Grundgriffe und rund 300 Einzelgriffe. Bei der chinesischen Fußmassage werden neben den Akupunkten auch die reflektorischen Zonen bearbeitet. In der westlichen Welt ist dies unter dem Begriff Fußreflexzonenmassage bekannt geworden.

Die Therapeuten weisen darauf hin, dass diese Methode – insbesondere bei starken Beschwerden – durchaus schmerzhaft sein kann.

Vor und nach der Behandlung erfolgt eine Befragung des Behandelten. Damit sollen Aufschlüsse über die Gültigkeit des eingeschlagenen Behandlungsweges bzw. dessen Revisionsbedürftigkeit gewonnen werden. Bei vielen Beschwerden, insbesondere bei Verspannungen und Fehlhaltungen bzw. deren Folgebeschwerden, wird begleitend und zur Vorbeugung Taijiquan und Qigong empfohlen.

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